Freie Trauungen zu Corona Zeiten – Ideen und Vorschläge

Liebes Brautpaar!

Wir sitzen im selben Boot: Sie möchten heiraten, und ich würde Sie gern trauen – aber es geht wegen dieses blöden Virus nicht. Oder doch?

Es beginnt ja schon beim ersten Kennenlern-Gespräch: geht das ohne Ansteckungsgefahr?
Ja, denn ich empfange Sie in meinem 90 qm großen, lichtdurchfluteten Atelier.

Dabei sitzen wir in gebührendem Abstand an einem großen Tisch in einem gut durchlüfteten Raum. Darüberhinaus läuft im Hintergrund eine unhörbare Luftreinigungs-Anlage, die die Raumluft im Verborgenen durch UV C – Licht von Viren befreit.

Wie also könnte Ihre Freie Trauung aussehen?

Natürlich wäre es schön, im Freien zu heiraten. Denn Viren mögen bekanntlich keine frische Luft.

Aber im kommenden Sommer sind die meisten Locations schon ausgebucht.

Die Alternative wäre eine Hochzeit im Winter oder Frühjahr, und da wir nicht auf den Malediven leben, empfiehlt sich eine Trauung drinnen, da wo es warm ist und nicht reinregnet. Aber geht das? Und ist das nicht total unromantisch?

Ich habe in diesem Herbst einige Zeremonien im Innenraum gestaltet, und ich muss Ihnen sagen, ich war beeindruckt von der Sorgfalt und Verantwortlichkeit, mit der die Location-Betreiber dafür gesorgt haben, dass sich niemand anstecken kann. Wir haben alle zusammen darauf geachtet, dass die Abstände eingehalten werden und trotzdem eine dichte Atmosphäre entsteht.

Ein schön gestalteter Raum mit warmem Kerzenschein und oppulentem Blumenschmuck wirkt oft viel feierlicher als ein Garten oder Park. In diesem zeremoniellen Rahmen ist uns allen umso bewußter geworden, wie kostbar die Liebe und Freundschaft der Gäste für das Brautpaar ist. Ich habe das in meinen Reden thematisiert und hatte den Eindruck, dass die Gefühle noch viel intensiver waren als sonst. Die Emotionen waren mit den Händen greifbar. Eine besondere Verbundenheit, die ich zuvor noch nie so erlebt habe, hat so manchem Gänsehaut gemacht.

Wenn Sie noch unsicher sind, ob Sie es wagen sollen, sich in diesen verrückten Zeiten das Ja-Wort zu geben, bin ich gern bereit, mit Ihnen über Ihre Zweifel und Bedenken, und natürlich über Ihre Wünsche und Hoffnungen zu sprechen.

Herzlich
Elisabeth Brockmann